Über DJK EINTRACHT Süd Nürnberg e.V.

  • Geschrieben von Super User

CHRONIK zur Vereinsgeschichte 1951 – 2014
Über  60 Jahre DJK Eintracht Süd Nürnberg e.V.

Sein und Werden: 63 Jahre Vereinsgeschichte

Es begann an einem Augustabend des Jahres 1951. Am 23.August 51 hatten sich 27 Personen in der legendären Gaststätte Maul eingefunden, von denen schließlich Hans Tempel, Johann Wöhrle, Josef Barabas, Josef Frisch, Heinrich Kerbusch, Georg König, Alois Mutzbauer, Otto Baur, Johann Schötz, Hans Zucker, Georg Krauß, Franz Stumpp, Hans Schwemmer, Hermann Messerer, Michael Nüßlein den Verein aus der Taufe hoben und ihm den Namen DJK Eintracht Nürnberg gaben. Die erste amtierende Vorstandschaft wurde gebildet von 1.Vorstand Joseph Bleicher, 2.Vorstand Adolf Barabas, Kassier Michael Nüßlein, Schriftführer Werner Bleicher, Geistlicher Beirat Hubert Perlitius, Beisitzer Johann Wöhrle, Franz Stumpp. Unter dem Motto „aller Anfang ist schwer“ stand die Amtszeit des 1.Vorsitzenden Bleicher vom 23.08.51 bis 17.01.55
Mit Beitragssätzen von DM 0,50 für Erwachsene, DM 0,30 für Jugendliche und DM 0,20 für Schüler, waren die finanziellen Möglichkeiten gering. Entscheidenden Auftrieb erfuhr das Vereinsleben als im Jahre 1952 das Kettelerwerk eine Sandfläche im heutigen Sportplatzbereich pachtete und der DJK Eintracht zur Verfügung stellte. In enger Zusammenarbeit mit der Pfarrei St.Rupert entwickelten sich nun in kurzer Zeit sportliche und gesellschaftliche Aktivitäten. Mit viel Mühe und Opferbereitschaft wurde die Sand- und Schuttwüste zu einem Sportplatz umgestaltet, der am 16.11.52 seiner Bestimmung übergeben werden konnte.

So hat es begonnen:

Das Vereinsleben war ein Barackendasein im Bereich der Kettelersiedlung. Gaststätte, Theater spielen, Umkleiden, dies fand alles dort statt. Im Jahre 1953 konnte der Sportplatz auf ein Normalmaß gebracht werden und ermöglichte regelmäßigen Spielbetrieb. Neben Fußball als Hauptsportart entstand eine Frauensportgruppe, eine Tischtennisabteilung und zeitweise wurde auch Frauenhandball gespielt. Die zunehmende Mitgliederzahl erforderte dringend weitere Maßnahmen, die Auftrieb erhielten, als Franz Fischer am 17.Januar 55 das Vereinsruder übernahm.

Seit Anfang 1956 „zierte“ eine Umkleidebaracke das Sportplatzgelände, ohne Wasseranschluss. Eine Phase der Stagnation begann 1956 bei einem Mitgliederstand von 120.

Die Jahre 1957 bis 1964 waren ein ständiges Ringen um den Bestand des Vereins, da eine Erweiterung und Verbesserung der Umkleide- und Spielmöglichkeiten nicht erreicht werden konnte. Ein Schicksalsjahr wurde 1964. In diesem Jahr fiel der Sportplatz dem Bau der Anlagen der Bayerischen Bereitschaftspolizei zum Opfer. Gleichzeitig wurden die Baracken abgebrochen, die dem Verein als Unterkunft und Stützpunkt des gesellschaftlichen Lebens dienten. Kirche und Schulhausneubau beanspruchten diese Flächen. Einen Lichtblick bildete die Turnhallennutzung in der neuen Schule Leerstetter Straße. Trotz dieser widrigen Umstände hielten die 170 Vereinsmitglieder überwiegend dem Verein die Treue. Versammlungen und Spielersitzungen fanden in umliegenden Gaststätten statt, der Fußballbetrieb wurde auf städtischen Plätzen abgewickelt.

Unter tatkräftiger Regie von Pfarrer Schweiger wurden von da ab Pläne für die Errichtung eines Vereinsheimes und einer neuen Sportplatzanlage geschmiedet, die nach zahlreichen Verhandlungen mit Behörden und Ämtern 1968 schließlich verwirklicht werden konnten. Die Einweihung des Vereinsheimes und des neuen Spielfeldes am 15.12.68 leitete einen neuen Abschnitt im Vereinsgeschehen ein. Es entstanden neue Abteilungen insbesondere im Gymnastikbereich, bzw. wurden vor dem betriebene Sportarten zu neuem Leben erweckt. Die
Mitgliederzahl wuchs auf über 400. Von entscheidender Bedeutung war dann die am 24.Juli 1975 erfolgte Fusion der beiden DJK-Vereine Eintracht und Süd Nürnberg zur heutigen:

DJK Eintracht Süd Nürnberg e.V.

Weitblickende Männer in beiden Vereinen hatten erkannt, dass nur eine Fusion der beiden benachbarten, traditionsreichen Vereine eine bedeutende DJK Sportgemeinschaft in Nürnbergs Süden ermöglichen wird. Die Erweiterung des Sportgeländes und die Aufnahme des Tennisspielbetriebes im Jahr 1978 ließ die Mitgliederzahl im Jahre 78 auf über 700 steigen. Die kontinuierliche Entwicklung wurde durch den Brand des Vereinsheimes in der Nacht vom 05. auf 06. Mai 1980 jäh unterbrochen. Die verbliebenen Reste ermöglichten zwar eine Fortführung des Spielbetriebes, aber das Vereinsleben wurde doch erheblich eingeschränkt. Unverzagt und unter tatkräftiger Leitung des geistlichen Beirates Pfarrer Karl Fischer wurden von Stund an Pläne geschmiedet für ein größeres Gebäude mit mehr funktionellen Räumen für den Sportbetrieb und einer Begegnungsstätte für alle Mitglieder in gastlichen Räumen. Gastwirt und Platzwart sollten Wohnungen erhalten. Die Planung und Gestaltung zogen sich über Jahre hin. Inzwischen hatte am 19.03.1981 für den 25 Jahre verdienstvoll wirkenden Franz Fischer, Helmut Reichel die Kommandobrücke des 1.Vorsitzenden betreten.

Dieser konnte schließlich am 08.10.83 nach einjähriger Bauzeit das neue größere Gebäude seiner Bestimmung übergeben. Die Diözese Eichstätt, die Pfarrei St.Rupert, der BLSV, die Stadt Nürnberg und der Bezirk Mittelfranken haben zum Gelingen des Werkes finanziell beigetragen. Die Mitgliederzahl sieg auf 900. Dank zahlreicher ehrenamtlicher Helfer entwickelte sich das Vereinsleben kontinuierlich. Eine Änderung in der Vorstandschaft, als am 28.03.1985 Heinrich Geiger als 1.Vorsitzender die Vereinsgeschicke übernahm und ihm Paul Schwarz als 2.Vorsitzender zur Seite trat, bedeutete keine Zäsur; die Steigerung der Mitgliederzahlen, die Erweiterung des Sportangebotes und die Gestaltung neuer Spielflächen für Fußball und Tennis sind der beste Beweis dafür.

Die Position des 2.Vorsitzenden musste aus persönlichen Gründen der Amtsinhaber 2x neu besetzt werden. Auf Paul Schwarz folgte 1991 Ulrich Müller. Dieser wurde 1999 von Helmut Reichel, der auch die Tennisabteilung leitet, abgelöst. Weitere Initiativen, hauptsächlich auf dem Gebiet der Gymnastik brachten eine Steigerung der Mitgliederzahl auf 1300. Die 1999 notwendig gewordene Auflösung der Judoabteilung, für den aus familiären Gründen zurückgetretenen Leiter Jorgas, fand  sich kein Nachfolger, sowie notwendig gewordene Beitragsanhebungen zur finanziellen Absicherung führten zu einer Stagnation au dem Level von 1200 Mitgliedern. Am 28.Juli 1998 konnte dank rechtzeitiger Feststellung der Ursache, Feuerausbruch im Jugendraum im Kellergeschoß, eine erneute Brandkatastrophe vermieden werden. Die begrenzten Schäden waren in ca. 8 Wochen vollständig behoben. Ein weiterer Höhepunkt war die Abhaltung des Diözesantages 1999 der DJK Diözesangemeinschaft Eichstätt am 23.Oktober, der von uns gestaltet und ausgerichtet wurde und großes Lob erntete.

Mit tiefer Bestürzung und Trauer musste der Verein Abschied nehmen von dem um den Verein hochverdienten geistlichen Beirat Pfarrer Karl Fischer, dam am 05.07.94 verstarb und vom plötzlich am 06.01.97 dahingeschiedenen Spielleiter der Fußballabteilung Dieter Schaffer. Schließlich verstarb Ende April 2001 unser hochverdientes Ehrenmitglied Franz Ochs. Als neuer geistlicher Beirat steht dem Verein seit 1994  Dekan Robert Pappenheimer zur Verfügung.

Für ihre aufopferungsvolle ehrenamtliche Tätigkeit fanden Anerkennung:
1.Vorsitzender Heinrich Geiger durch die Verleihung der Verdienstmedaille des Bayerischen Ministerpräsidenten. Für ihre jahrzehntelange Tätigkeit in der Gymnastikabteilung und als Frauenwartin des Vereins wurde Frau Renate Schaffer im Rahmen der Sportlerehrung der Stadt Nürnberg des Jahres 2000 ausgezeichnet.

Die gleiche Auszeichnung erhielt Rudolf Stark in der Sportlerehrung 2002. Bei der Jahreshauptversammlung im Jahr 2007 übergab Heinrich Geiger nach 25 Jahren erfolgreichem Wirkens den Vorsitz an   Johannes Hellwig. Heinrich Geiger wurde einstimmig und mit „standing ovations“ zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Jürgen Kißkalt wurde bereits im Jahr 2005 stellvertretender Vorsitzender. In der Geschäftsführung verblieb Rudolf Stark bis 2009 zusammen mit Jutta Bär . Im Jahr 2009 wurde Rudolf Stark die Ehrenmitgliedschaft verliehen, genau wie dem überaus verdienstvollen und erfolgreichen Kassierer Manfred Nölp nach seinem Rücktritt in 2011. Die Neuwahlen in 2011 brachten keine Änderung im geschäftsführenden Vorstand.

Eine bedeutende Änderung für den Verein brachte im Jahr 2007 die Übergabe des Vereinsgebäudes durch die kath. Kirchenstiftung an den Verein in Form des Erbbaurechtes. Der Gebäudezustand machte zahlreiche umfangreiche Reparaturen erforderlich. Diese konnten durch eine Bürgschaft der Diozöse Eichstätt und eine damit verbundene Darlehensaufnahme von 80 T€ durchgeführt werden. Der von Manfred Nölp mit der Sparkasse ausgehandelte Tilgungsplan führte bereits zu einer erheblichen Schuldentilgung.

Mit großer Betroffenheit musste der Verein den Tod des Ehrenvorsitzenden Heinrich Geiger am 26.01.2011 zur Kenntnis nehmen, ein herber Verlust. Ehrenvorsitzender Franz Fischer konnten wir herzlichst am 04. Oktober 2010 zum 90. Geburtstag gratulieren. Der bayerische Landessportverband würdigte die Verdienste von Rudolf Stark mit der Verdienstnadel mit großem Kranz in Gold.

Das Sportgeschehen und das Vereinsleben lassen und nun auf 63 Jahre Vereinsgeschichte zurückblicken, auf die wir stolz sein können. Wer heute als Mitglied oder auch als Gast das Vereinsgelände betritt oder das Vereinleben der über 700 Mitglieder betrachtet, wird feststellen können, dass hier kein Stillstand eingetreten ist. Das Sein erfüllt uns mit Stolz, das Werden ist die Aufgabe die vor uns liegt und die uns allen Ansporn sein sollte. Dank allen, die es sich angelegen sein lassen, ihre Kräfte dem Verein zur Verfügung zu stellen und die durch ihr unermüdliches Wirken zu Größe und Ansehen des Vereins beigetragen haben und auch künftig beitragen werden.  

Jürgen Brunner
1.Vorsitzender

Login or Register

Register

User Registration